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Samstag, 30. November 2019

Zweites Standbein aufbauen - Etiketten-Odysse, Vorschriften usw.

Hallo ihr Lieben,

in meinem letzten Post habe ich euch ja über das Logo-Drama berichtet. Zwischendurch haben wir natürlich auch einen 1-wöchigen Ölmüllerkurs gemacht u. die Ölpresse gekauft. Jetzt mussten wir auch noch den Keller, den wir gemietet haben, noch entsprechend den WKD-Richtlinien einrichten. Wir kauften Schwerlastregale, die den Raum abtrennen, Doppelspüle, Tische, Papierhandtücher, Regalwand usw.

Einen Gesundheitspass mussten wir auch machen (war ein Witz). War kostenlos. Hahahaha, das glaubt ihr doch nicht wirklich, oder? Natüüürlich war es nicht kostenlos. Wo denkt ihr hin? hihi

Mein Mann musste dann noch eine Lüftung einbauen, was auch nicht ohne Probleme zu meistern war, nein, ist es noch, denn egal was er kaufte, es war defekt. Immer wieder musste er umtauschen, weil mittlerweile auch Fachgeschäfte Artikel verkaufen, die zu 60 % defekt sind. Die Verkäufer zucken nur mit der Schulter u. meinen, das wäre normal. Na danke auch. Und wer zahlt den Sprit, die Zeit, die einem dadurch fehlt?

Etiketten Odyssee

Während wir das mit dem Logo, der Autowerbung u. dem Kellerraum in Angriff nahmen, mussten wir uns ja auch mal überlegen, welche Flaschen u welche Größe wir zukünftig für unsere Öle verwenden. Mein Mann hat Stunden damit verbracht, zu vergleichen, denn man musste bei den einen Flaschen einen Verschluss nehmen, den man dann nach dem Verschließen mit so einem Folienüberzieher verschweißt. Doch dafür braucht man ja dann zusätzlich die Folie u. einen speziellen Fön, bzw. Heißluftgebläse, was ja auch alles wieder Geld u. in der Anwendung Zeit kostet.

Also haben wir uns für schöne, schlanke Flaschen entschieden u. einen Verschluss, den man einfach kräftig aufdrückt u. der dadurch gleich verschlossen ist - ohne sonstigen Schnickschnack. Die Flaschen u. diese Verschlüsse sind zwar teurer, aber man spart sich ja auch die Zeit, die Folie u. den Fön. Außerdem sehen sie besser aus ;-). Das weitere tolle ist, wenn die Flasche verschlossen ist, hat der Verschluss, bei uns ist der Verschluss schwarz, einen schmalen, goldenen Rand. Hat man die Flasche geöffnet u. schließt sie wieder, ist der goldene Rand breiter. So erkennt man gleich, ob die Falsche verschlossen ist oder ob sie jemand geöffnet hat.

So, da wir nun die Flaschen hatten, konnte ich mich dran setzen u. mit PSE die Etiketten kreieren. Das war auch nicht gerade einfach, denn ich hatte den Anspruch, dass sie auffallen u. einen Wiedererkennungswert haben sollten. Ich wollte pro Sorte eine andere Farbe, also z. B. für Mandelöl eine braun-orange, für Sonnenblumenöl ein gelb, für Leinöl blau-lila usw.

Dann musste ich mich ja auch informieren, was so alles auf einem Etikett stehen muss. Tja, u. da gibt es dann auch noch Unterschiede, nämlich ob man einen Shop im Internet hat oder in einem Lebensmittelladen verkauft oder auf dem Markt oder einfach daheim im Direktverkauf verkauft. Dann wieviel man verkauft usw. Der eine schreibt das, der andere dies. Jeder sagt was anderes. Auch auf der Seite vom Bundesministerium für Ernährung u. Landwirtschaft konnte ich nicht ganz das finden, was ich brauchte.

Also schrieb ich mal alles mit drauf, was ich so gelesen/gehört hatte. Dann wieder was gelöscht, was anderes dazu. Ich weiß nicht, wie oft ich die Etiketten geändert habe u. das waren mittlerweile ganz schön viel. Ca. 12 Sorten mit je 100 ml, 250 ml u. 500 ml.

Die Bilder für die Flaschen, also Mandeln, Lein, Schwarzkümmel usw. habe ich selbst fotografiert u. bearbeitet. Da der Hintergrund transparent sein muss, habe ich teilweise jedes Körnchen einzeln bearbeiten müssen. Das kann sich nur jemand vorstellen, der viel Fotos auf diese Art bearbeitet. Es ist eine schweine Arbeit. Aber so kann uns niemand wegen Urheberrecht was anhaben.

Am Anfang hatte ich auch nur ein Etikett, danach noch eins für die Rückseite. Aaaaber dann. Das Thema Etikettendruck haben wir eigentlich ziemlich vernachlässigt, da wir dachten: "Hey, alles mögliche da draußen ist mit Etiketten versehen, da wird es doch wohl kein Problem sein, welche sich drucken zu lassen.
Ooooh -mein - Gott. Und ob das ein Problem war. Wir konnten es beide nicht fassen, aber für ein paar leppische 500 Etiketten wollten die meisten paar Hundert Euro u. da hatten wir erst eine Sorte u. eine Größe. Hä? Nee, nicht euer Ernst. Doch. Wenn wir das auf alles Sorten u. Größen umgerechnet hätten, wären wir auf mehrere tausend Euro gekommen. Hiiiiilfeeeeee.

OK, also gingen wir auf die Suche nach Blanko-Etiketten. Tja ... da wir wegen des besseren Aussehens auf den Flaschen, natürlich eigene Maße hatten u. das als Sondermaße galt, waren die Preise auch nicht sonderlich freundlich. Wir waren echt fassungslos, wieviel Geld man hinblättern muss, um individuelle Etiketten zu bekommen. Vor allem die Mindestbestellmenge. Wenn man 300 Stück am Anfang kaufen kann ist das OK, aber wenn man 1.000 oder sogar 1.600 Stück abnehmen muss, ist das fatal.

Na dann, ich machte mich dran u. änderte alle Etiketten u. machte aus Vorder- u. Rücketikett ein einziges, nur da musste ich natürlich auch schauen, wie ich die Infos verteile u. dass rechts u. links von der Hauptansicht alles drauf passte. Dann das Problem mit den Maßen. Es gibt so ein paar Grundmaße, die bei fast allen Anbietern gleich sind bis auf ein paar Millimeter. Aber diese Millimenterunterschiede kosten dann immer Zeit, die auf das Etikett anzuwenden.

Wir schrieben sämtliche Firmen an u. mussten uns eingestehen, dass wir Abstriche in unserer Individualität der Etikettengrößen machen müssen.

Na u. dann brauchten wir noch einen Etikettendrucker, da man ja nicht unseren Inkjet nehmen kann, da die Tinte ja verwischt. Dann noch einen Etikettierer, mit dem man die Etiketten schön gerade drauf bekommt. Auch noch einen Aufroller für die Etiketten, die aus dem Drucker kommen, damit man diese Rolle dann in den Etikettierer legen kann. Im Moment haben wir drei Anbieter, die in die engere Wahl kommen.

Ein gaaaanz großes Problem ist es, Angebote zu bekommen. Die Firmen haben es anscheinend nicht nötig, denn manche muss man mehrmals erinnern, dass man ein Angebot möchte. Hat man dann das Angebot, endlich, kommt keine Auftragsbestätigung oder Rechnung. Da muss man auch wieder mehrmals nachfragen. Also wenn ich so auf meiner Arbeit schaffen würde, wäre ich schon längst entlassen. Also ich warte im Moment noch auf das Angebot von Etiketten, auf die Auftragsbestätigung oder Rechnung vom Etikettierer u. auf die Info, dass der Etikettendrucker da ist, bei dem ich vor einer Woche eine Anzahlung gemacht habe (die wollten eine Anzahlung aus Angst, dass es eine Fakebestellung ist), obwohl ausgemacht war, Zahlung bei Abholung. So hat sich das mit dem Etikettendrucker jetzt auch schon über 2 Wochen hingezogen.

Ach ja, wir mussten uns auch noch eine mobile Kasse kaufen, die man mit den iPad bedienen kann. Hier werden die Daten für das Finanzamt auf dem Server der Firma, für die man monatlich zahlt, gespeichert. Die abendliche Kassenabrechnung soll hier sehr einfach u. schnell dadurch sein. Aber die können wir auch erst richtig einrichten u. mit Bilder u. Infos hinterlegen, wenn wir die Etiketten, den Eitkettendrucker u. Etikettierer haben, damit wir Bilder von den Flaschen machen können.

Papiertüten haben wir auch bestellen müssen - das Suchen u. Vergleichen war auch sehr zeitraubend. Na ja, wir dachten, wir könnten die Tüten mit unserem Logo bedrucken lassen. Preise gesehen u. ... OK, es geht auch ohne. Ich klebe jetzt Aufkleber mit unserem Logo drauf, die ich bei Vistaprint bestellt habe.

Dann habe ich Listen machen müssen, z. B. eine Pressliste, also wieviel u. welche Saat wir wann gepresst haben u. wieviel Öl man gewonnen u. wann man die Flaschen abgefüllt hat.
Eine Reinigungsliste musste ich auch anlegen, also wann man die Ölpresse, wann den Boden usw. gereinigt hat.

Eine Website musste ich auch einrichten, was auch nicht so einfach war. Und vor ca. 2 Wochen haben wir ein Gewerbe angemeldet. Mein Mann u. ich sind nun eine GbR. Das war für uns am einfachsten u. unkompliziertesten.

Jetzt müssen wir noch Saaten u. Nüsse bestellen, die in mind. 25 kg Säcken zu kaufen sind. Da sind auch wieder ca. 2.000 Euro weg.

Ich sage euch, es ist echt unglaublich, was das für eine Arbeit ist, Zeit u. Geld kostet, so ein Geschäft zu gründen. Ich bin teilweise schon fertig mit den Nerven, obwohl ich einiges einstecken kann. Aber das ...

Ihr könnt euch ja mal unsere Website anschauen: www.oelmuehle-conrath.de
Mehr konnte ich im Moment noch nicht aufführen. Irgendwann will ich noch ein Bild von mir u. meinem Mann bei der Presse einfügen u. eine Auflistung von den Ölen, die wir machen (wollen) mit Bildern von den Ölflaschen. Ich hoffe, dass wir auch wirklich bis Mitte/Ende Dezember unsere Ölmühle in Betrieb nehmen können.

So, nun habt ihr mal einen kleinen Einblick, was so eine Geschäftsgündung mit sich bringt u. ihr könnt euch bestimmt vorstellen, dass ich da keine Zeit habe, zu nähen u. Anleitungen zu machen.

Ich wünsche euch allen einen schönen 1. Adventssontag

Eure



Kommentare:

Käthe hat gesagt…

Ich wäre verzweifelt !
Hoffentlich macht ihr später gute Geschäfte !
Ich wünsche dir einen schönen ersten Advent
und einen guten Start in die neue Woche
Liebe Grüße
Käthe

Unknown hat gesagt…

Hallo Käthe,
vielen lieben Dank für deinen Kommentar.
Ja, ich werde echt noch wahnsinnig u. ich hoffe natürlich auch, dass die Ölmühle anläuft.
Dir eine schöne Woche.
Gruß Gabriele
https://conga-baeren.blogspot.com
Ach ja, wie geht das mit deinem Blog? Du hast noch das Bloggerkonto, aber hast keine Blog mehr?

Das Quiltmonster hat gesagt…

Hallo, Du solltest ein Buch über Deine Erlebnisse schreiben, wird bestimmt ein Erfolg! Wie kann man auch eigene Ideen haben, das geht ja gar nicht.....
Freue mich, dass es doch noch geklappt hat, auf Deinem Jahresrückblick sieht das Logo jedenfalls gut aus, man kann alles erkennnen und lesen!
Interessant wären ja noch die Vergleiche gewesen, was ihr entworfen habt und was die Agenturen draus gemacht haben....
Auf ein gutes und stressfreies Jahr!
Liebe Grüße von Regina

Unknown hat gesagt…

@Das Quiltmonster
Hallo Regina,
danke für deinen Kommentar.
Hihi, meinst du wirklich, dass ein Buch darüber ein Erfolg werden würde? Na ich weiß nicht hahaha.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich diese Entwürfe der Werbefirmen so einfach veröffentlichen darf, da wir sie ja nicht gekauft haben, deshalb habe ich die nicht gezeigt. Man weiß ja nie, wer meinen Blog noch liest *zwinker*
Dir auch ein gutes, gesundes Jahr 2020.
Gruß Gabriele von
Conga-Bären Blog

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